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Jahreshauptversammlung

Die Griedeler Brandschützer blickten auf das abgelaufene Jahr zurück. In seiner Willkommensadresse konnte Vorsitzender Ingolf Buchholz neben dem Rathauschef Bürgermeister Michael Merle, Stadtrat Dieter Söhngen, Ortsvorsteher Holger Görlach, die Stadtbrandinspektoren Christian Veitenhansl, Andreas Litwin, den Ehrenvorsitzenden Dieter Kopf, die anwesenden Ehrenvorstandsmitglieder und Ehrenmitglieder sowie Roland-Jörg Frisch (Vereinsring Griedel) begrüßt werden.

Der im Berichtsjahr verstorbenen Mitglieder wurde zu Beginn der Versammlung gedacht. Von einem regen Vereinsleben wusste Vorsitzender Ingolf Buchholz zu berichten. So wurde z. B. nach alter Tradition das Schlachtfest in Pohl Göns besucht. Dem Karnevalverein Griedel half die Feuerwehr während den tollen Tagen mit einer Thekenmannschaft, als auch bei der Sicherung beim Umzug am Faschingssonntag. Beim Ortspokalschießen belegte man einen mittleren Platz. Mit einer Abordnung wurde am Kommersabend 125 Jahre Feuerwehr Ostheim teilgenommen. Gut besucht war das alljährliche Sommerfest der Griedeler Feuerwehr. An dieser Stelle wurde, dass am 16. August wieder ein Sommerfest veranstaltet wird. Mit finanziellen Mitteln wurde die Einsatzabteilung, die Mini- und Jugendfeuerwehr und die Ehren- und Abteilung unterstützt. Zu besonderen Anlässen wurden durch den Vorstand die Glückwünsche überbracht.

Von einem bewegten Jahr berichtete Wehrführer Benjamin Heinelt. In seinem Bericht stellte der Wehrführer fest, dass zweifelsohne das größte Highlight im Berichtsjahr die Abholung vom neuen Löschgruppenfahrzeug LF 10 bei einem namhaften Aufbauhersteller in Baden- Württemberg war. Bereits am Vortag reiste man mit 6 Personen an, um am Folgetag eine Einweisung am neuen Fahrzeug zu bekommen. Am frühen Abend wurde am Dorftreff eine kleine „Welcomeparty“ organisiert (die BZ berichtete) an der u.a.  neben Bürgermeister Michael Merle, Stadtrat Dieter Söhngen und Stadtverordneter Oliver Löhr teilnahmen. Wie Benjamin Heinelt verdeutlichte, freut sich die Feuerwehr, dass die Stadt Butzbach dieses Fahrzeug für die Sicherheit der Einwohner von Griedel und darüber hinaus in der gesamten Stadt beschafft hatte. Das neue Fahrzeug kann neue technische Möglichkeiten, wie z. B. Lichtmast, 1200 l fassenden Wassertank mit Schnellangriffseinrichtung usw.. Auch wurde alles an Beladung seitens der Stadt zur Verfügung gestellt bzw. beschafft. Außerdem besteht nun auch mehr Sicherheit für die Einsatzkräfte aufgrund neuer und moderner Technik. Damit habe die Stadt Butzbach in unser aller Sicherheit investiert, so der Wehrführer. Blieb nur noch die Frage wo das Fahrzeug untergestellt wird. Nachdem die Pläne, auf dem Grundstück der Firma Gilbert von den städtischen Gremien nicht befürwortet wurden, habe es kurz vor der Abholung vom LF 10 einen Termin mit Bürgermeister Merle und politischen Vertretern gegeben. Der Feuerwehr wurde der Vorschlag unterbreitet, einen Neubau in der Nähe der Firma Opti- Wohnwelt zu errichten. Es war für die Feuerwehr keine Wunschvorstellung, jedoch erklärte sich die Feuerwehr bereit, diesen Schritt mitzugehen. Bereits vor der Ablehnung des Neubaus auf dem Gilbert- Gelände war der Griedeler Feuerwehr klar, das Fahrzeug in einem gegenüberliegenden Hof abzustellen. Als vorübergehende Lösung gedacht, denn für die kalte Jahreszeit sollte eine Lösung mit Dach und Heizung gefunden werden müssen. Dies war ausschlaggebend, dass Atemschutzgeräte, eines der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände, nicht im Kalten gelagert werden dürfen, da es sonst bei Benutzung zur Vereisung und damit auch dem Versiegen der Luft kommen kann. Seitens der Feuerwehr gab es Vorschläge und Stellproben. Letztlich aber durch die Stadt, unter Beachtung der Anforderungen der Unfall Hessen sowie dem Kreisbrandinspektor entschieden, dass die Fahrzeuge und Einsatzbekleidungen in den Dorftreff untergebracht werden. Die Fahrzeuge stehen durch einen Bauzaun vom restlichen Teil der Halle getrennt und warten, bis das neu zu errichtende Feuerwehrhaus gebaut wird. Seitens der Feuerwehr war es niemals deren Anliegen in den Dorftreff umzuziehen. Denn, wie Wehrführer Heinelt berichtete, würde das zu Spannungen führen. Die Entscheidung, dass es jetzt so gekommen ist, lag bei der Stadt nach Abwägung aller Vor- und Nachteile. Was jedoch immer im Vordergrund stand, war und ist die Sicherheit der Bevölkerung. Das ist eines der höchsten Güter in der Gesellschaft. Als Alternative wäre eine Verlagerung nach Butzbach gewesen. Hier wäre es so gewesen, erst nach Butzbach fahren und wieder zurück nach Griedel zurück zu fahren. Ein Umstand, der zu einer Verlängerung der Zeit geführt hätte, bis wirksame Hilfe im Ernstfall eintritt und damit keine Option waren.  Zum Ende dieser Thematik machte Wehrführer Heinelt deutlich, wenn immer Fragen zur Unterbringung der Feuerwehr im Dorftreff aufkommen, sollte die Wehrführung oder die Stadt kontaktiert werden.

Im Berichtsjahr wurden die Griedeler Brandschützer zu 7 Einsätzen alarmiert. Wundern dürfte es den einen oder anderen dennoch während der Versammlung, denn seit Mitte 2019 wird die Feuerwehr Griedel bei größeren Alarmstichworten im Ausrückebereich, insbesondere außerhalb der Tageszeiten mitalarmiert. Ebenfalls seit Mitte letzten Jahres ist die Feuerwehr Griedel neben der FFW Ostheim auch noch eine sogenannte Bereitstellungs-Feuerwehr, d.h. es wird unter Zuhilfenahme von einem Mannschaftstransportfahrzeug bei größeren Schadenslagen einen entsprechenden Bereitstellungsraum für ankommende Feuerwehren organisiert. Die Ausbildungsmöglichkeiten wurden wöchentlich umgestellt, damit man sich mit dem Fahrzeug vertraut machen kann und Abläufe trainieren kann.  Zusätzlich wurden noch einige Sondertermine für Maschinisten angesetzt.

49 Unterrichts- und Ausbildungstermine wurden absolviert. Als eine Neuerung erweist sich das Organigramm Feuerwehr der Stadt Butzbach, welches die Struktur der Feuerwehr regelt. Neben den Einsatzübungen auf Standortebene wurde noch an Übungen bei Nachbarwehren teilgenommen. Neben einer Großübung mit 13 teilnehmenden Feuerwehren anlässlich des Sommerfestes konnte die Bevölkerung sich das neu angeschaffte LF 10 anschauen und es wurde ein Löschangriff bei einem Zimmerbrand gezeigt, hier bediente man sich an einem Brandübungscontainer aus dem Kreis Gießen.

Von einem weiteren Highlight berichtete Wehrführer Heinelt, als die Feuerwehr Griedel eine gemeinsame Übung mit der Rettungshundestaffel Wetterau im Griedeler Markwald durchführte.  Auch, wenn das Thema Mitgliederwerbung gemäß dem Hessischen Brand,-Katastrophenschutzgesetz Aufgabe der Stadt ist, sind die Griedeler Brandschützer näher an das Thema herangetreten. Es wurden Flyer für die Einsatzabteilung, Jugend- und Minifeuerwehr sowie ein Werbebanner erstellt. Die angebotenen Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene wurden besucht. Zum Jahresende gehörten er Einsatzabteilung 23 Personen an, davon sind 13 Atemschutzgeräteträger.

Christopher Kopf berichtete von den Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Neben dem Einsammeln der ausgedienten Weihnachtsbäume zählte in den ersten Monaten das theoretische Wissen der Jugendlichen aufzufrischen. Auch die Jugendlichen begrüßten im April die Ankunft vom neuen Löschgruppenfahrzeug und auch später wurde es genutzt, das Fahrzeug näher kennen zu lernen.  Bei den Stadtmeisterschaften wurde teilgenommen und die JF Ostheim wurde personell unterstützt. Bei einer Großübung in Gambach stellte der Griedeler Feuerwehrnachwuchs sein Können unter Beweis. Beeindruckt waren die Jugendlichen von der Vorführung „Brennen und Löschen“ mit dem Gastreferendar Dieter Nicolai.

Carolin Zinsheimer berichtete, dass der Minifeuerwehr 8 Kinder angehören. Bei den Gruppenstunden wurden die Themen Fahrzeugkunde, Brennen und Löschen behandelt. Aber auch das Thema Erste Hilfe, hiervon waren die jüngsten Griedeler Feuerwehrleute beeindruckt. Der Feuerwehr in Bad Nauheim wurde ein Besuch abgestattet, neben der Besichtigung vom Bad Nauheimer Fuhrpark wurde die Atemschutzübungsstrecke erkundet. Mit Erfolg wurde an der Abnahme der Tatze 1-3, die im Rahmen vom Jubiläum der Nieder- Weiseler Kindefeuerwehr veranstaltet wurden. Beim Sommerfest des Feuerwehrvereins organisierten Mini – und Jugendfeuerwehr gemeinsam Spiele und war auch mit einem Infostand mit den Themenschwerpunkten „Kindefinder“ und „ Rauchwarnmelder“ vertreten. Bereits im heranwachsenden Alter sollten Kinder sich mit dem Notruf vertraut machen, verbunden mit Flucht – und Rettungsschildern.

Wolfgang Schepp, Sprecher der Ehren – und Altersabteilung griff zunächst auf die Themen neues Fahrzeug und neues Feuerwehrgerätehaus auf. Er gab zu verstehen, dass die Verantwortlichen der Stadt bereits damals wussten, dass das neue Fahrzeug nicht in die seitherige Unterkunft passt. So sei der Dorftreff, der eigentlich für die Vereine und Gruppierungen errichtet wurde, für die nächsten 3 – 5 Jahre als Unterstellplatz der Fahrzeuge genutzt. Neben den bereits stattgefundenen Veranstaltungen informierte Wolfgang Schepp über bereits anstehende Termine für 2020.

Kassenwart Sascha Pietz, im ersten Jahr als Rechner bei der Feuerwehr Griedel eingesetzt, konnte von einer guten finanziellen Lage berichten. Detlef Füllgrabe konnte von einer ordentlichen Buchführung berichten. Als neuer Kassenprüfer wurde Klaus –Jörg Kopf von der Versammlung gewählt. Ein Videobeitrag von Kameradin Andrea Bergens aus einer Vielzahl von Übungen und Einsätzen zusammengeschnitten, kam beim Publikum gut an.

Von Ingolf Buchholz und Normen Zinsheimer wurden Claudia Becker, Lothar Adami, Rainer Hachenburger, Michael Kleiner, Wolfgang Moritz und Klaus –Jürgen Wetz zu Ehrenmitgliedern ernannt. Wehrführer Benjamin Heinelt ernannte Marcel Vorstandslechner zum Feuerwehrmann, Sebastian Füllgrabe zum Hauptfeuerwehrmann und Normen Zinsheimer zum Oberlöschmeister.

Bürgermeister Michael Merle verdeutlichte, dass man das Feuerwehrhaus in der Hochstraße bauen werde. Hier gab er sein Wort, dass schnellstmöglich mit dem Spatenstich begonnen werde. Er dankte den ehrenamtlichen Brandschützern für die investierte Zeit von Übungs– und Einsatzstunden. Der Rathauschef gab zu verstehen, dass man noch mehr Zeit in die Mitgliederwerbung stecken müsste. Kühle Köpfe sollten bewahrt werden, in Sachen Unterbringung von den Fahrzeugen der Feuerwehr im vorübergehenden Dorftreff.

Stadtbrandinspektor Christian Veitenhansl zollte der Griedeler Feuerwehr eine gute Schlagkraft. Er hoffe auch, dass baldmöglichst mit dem Bau des Feuerwehrhauses begonnen werden kann.

Von keiner dauerhaften Lösung, der Unterbringung Feuerwehrfahrzeuge im Dorftreff, sprach auch Roland – Jörg Frisch, Vorsitzender Vereinsring Griedel, denn für ihn sei es auch eine Herzensangelegenheit, nicht nur einen Spatenstich zu vollziehen, sondern baldigst den Einzug in das neue Domizil der Feuerwehr zu feiern. Besonders betonte er, dass die Feuerwehr stets kooperativ war. Er appellierte, die Jugendarbeit weiterhin so engagiert fortzuführen.