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Gefahrgutunfall auf der A5

Im Berufsverkehr kam es am Montagmorgen gegen 06:45 Uhr zu einem Auffahrunfall auf der BAB 5, zwischen der Abfahrt Butzbach und Butzbach Süd.

Ein LKW fuhr aus unbekannter Ursache auf den LKW des Vordermanns auf. Zwei Personen wurden dabei leicht verletzt. Dieser Unfall zog eine mehrstündige Vollsperrung der A5 nach sich.

Nachdem keine Person eingeklemmt war und die Verletzten vom Rettungsdienst versorgt wurden, kontrollierte die Feuerwehr Butzbach die Ladung der beteiligten LKW. Dabei wurde aus dem hinteren LKW eine auslaufende Flüssigkeit festgestellt.

Die Kontrolle der Frachtpapiere ergab, dass der LKW mit mehreren Palletten mit Fahrzeugbatterien verschiedener Größen beladen war. Durch den Aufprall verschoben sich die Paletten und verkeilten sich teilweise ineinander. Dabei wurden mehrere Batterien stark beschädigt, so dass Batteriesäure auslief und sich im Anhänger und auch auf der Fahrbahn verteilte.

Da die Feuerwehr zunächst mit dem Alarmstichwort „Verkehrsunfall, eingeklemmte Person“ zur Hilfe gerufen wurde, war nun aufgrund der geänderten Lage eine umfangreiche Nachalarmierung weiterer Kräfte notwendig. Parallel dazu wurde durch die alarmierten Kräfte ein Löschzug zur Sicherstellung des Grundschutzes im Stadtgebiet am Stützpunkt vorgehalten, da eine längere Bindung der Einsatzkräfte auf der Autobahn zu erwarten war.

Nach den entsprechenden Erstmaßnahmen vor Ort mussten die nicht beschädigten Batterien in speziellen Schutzanzügen von Hand entladen werden. Hierbei leistete ein Gabelstapler der Fa. Kran Burgard aus Butzbach wertvolle Dienste. Die beschädigten Batterien wurden anschließend in Chemikalienschutzanzügen in spezielle Behälter umgeladen.

Für diese Arbeiten wurden alleine 34 Kräfte unter Atemschutz eingesetzt. Dies war angesichts der hohen Außentemperaturen eine Herausforderung für alle Kameraden*innen, aber besonders für die in den Schutzanzügen eingesetzten Kameraden*innen.

Des Weiteren wurde ein Dekontaminationsplatz aufgebaut, um die Einsatzkräfte in Schutzanzügen nach dem Einsatz zu reinigen.

Nach über 8 Stunden war der Einsatz auf der Autobahn für die Feuerwehrkräfte beendet, darauffolgten aber noch Reinigungs-und Aufrüstarbeiten, um die Einsatzfahrzeuge wieder einsatzklar zu machen.

Insgesamt waren ca. 110 Einsatzkräfte im Einsatz.

Eingesetzt waren Einheiten aus der Kernstadt, Bodenrod, Griedel, Hoch-Weisel, Kirch-Göns, Maibach, Münster, Nieder-Weisel und Pohl-Göns.

Aus dem Wetteraukreis waren der Brandaufsichtsdienst, die Dekon-Einheit aus Ortenberg, der Abrollbehälter „Atemschutz“ aus Bad Nauheim sowie ein Rettungswagen aus Butzbach vor Ort.

Am Rande:

Gegen 13:30 Uhr fuhren einige der Feuerwehrleute der Feuerwehr Butzbach mit 2 Fahrzeugen zu den im Stau „gefangenen“ Autofahrern auf der A5 und verteilten Getränke an sie. Gegen 16:30 Uhr wurden nochmals Getränke an die noch im Stau stehenden Leute verteilt.